Risse im Asphalt, Kapitel 1: Das Verhör

Von Jonas

Ich finde mich wieder in einem abgedunkelten Raum. Hier und da scheint ein Strahl Licht vorsichtig durch eine Ritze. Draußen scheint gerade die Sonne aufzugehen. Vorsichtig drehe ich meinen Kopf erst langsam nach rechts, dann nach links, dann nach hinten. Die Person die ich dort erblicke zögert nicht mir eine zu verpassen.

„Auhhh“

„Spar’ dir deinen Schmerz.“

Langsam werde ich wach. Und aufmerksamer. Schnell erblicke ich das Zeichen auf seiner tiefschwarzen Robe.

„Was wollt ihr von mir?“

„Dich und deine Infos.“

„Ihr wisst genau das ich nicht mit euch kooperiere“

Zack, noch eine. „Auhhh“. Der hat gesessen.

„Lass gut sein“, tönt eine Stimme aus dem Hintergrund. Ich drehe mich noch einmal. War der Mann gerade reingekommen, oder hatte ich ihn übersehen? Ich hatte niemanden kommen hören. Auch auf seinem ausgewaschenem Umhang war das Zeichen zu sehen. Langsam nähert sich der Mann.

„Wir wollen unserem Gast ja keine Umstände bereiten.“

Ein hereinfallender Lichtstreifen kreuzt sein Gesicht. Ich stehe auf und will ihm entgegenkommen, doch Mann 1 drückt mich mit einem kräftigen Hieb zurück zu Boden.

„Ich bin doch nur der Laufbursche! Versteh doch, dass ich euch nichts bringe.“

„Das kannst du Suz erzählen. Nach all dem Dreck den du an deiner Weste hast kannst du für uns von großem Wert ein. Nach unserem Attentat hatten wir zwar den Präsidenten, aber keine Macht.“

„Ich Schweine werdet auch nie an die Macht kommen“

„Ohh, du denkst du könntest uns Widerstand leisten? Ich denke dass du von Suz nur ausgenutzt wurdest“

„Das ist nicht wahr“

„Denk nach und finde die Wahrheit heraus. Edward?“

„Ja, Sir?“

„Ich glaube unser Laufbursche braucht ein paar Peitschenhiebe um seine Funktion ein wenig zu überdenken. Lass uns mal testen ob du wirklich so widerstandsfähig bist wie es dein Blut verspricht.“

„Achtet darauf mich nicht zu töten, du weißt, ich bin einer der letzten.“

„Zeit dir dein Ego auszutreiben. Edward? 100! Ab jetzt arbeitest du für uns.“

Schmerz durzückt meinen ohnehin schon gezeichneten Körper. 1,2,3,4… Es scheint immer weiter zu gehen und das letzte was ich sehe ist das fette Banner an der Wand, das sich langsam mit der aufgehenden Sonne in orangenes Licht taucht.

-Jonas

Enlight18

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