Risse im Asphalt, Kapitel 2: Die Zelle

Von Wiebke

Ich wache in einer Zelle auf. Es herrscht vollkommene Dunkelheit. Neben mir spüre ich einen Krug, als ich vorsichtig versuche zu erkunden, spüre ich an meiner Hand plötzlich kaltes, klares Wasser. Ich schütte es mir erstmal ins Gesicht und versuche zu rekonstruieren was gerade passiert ist. Gerade noch war es mein größtes Problem, alles so zu inszenieren, dass keine der Pläne des Präsidenten an die Öffentlichkeit gelangen und nun sitze ich hier und bange darum, vielleicht nie wieder irgendwas von der Welt zu sehen.

Schon als ich klein war, liebte ich den Grusel. Kein Buch war mir zu grausam und nun sitze ich hier und wirklich nichts aber so absolut gar nichts hilft mir, auch nur irgendwie hier rauszukommen. Vom reinen Menschenverstand her sollte ich natürlich kooperieren, einfach um hier überhaupt irgendwie lebend heraus zu kommen. Aber irgendwas sagt mir, dass das ein großer Fehler wäre.

Und da passiert es plötzlich: Ein Knall und ein zuerst grauenvoller Strahl in der Dunkelheit. Da, ein Fenster. So langsam gewöhnen sich meine Augen an das Licht. Es scheint gerade die Sonne aufzugehen… Wo verdammt nochmal bin ich hier?!

Mit einem Mal spüre ich nur einen Stich und merke wie mir ganz schummerig wird. Die Augen immer noch auf dieses wundervoll warme Licht gerichtet, in der Angst, dass dies nicht die letzten Sonnenstrahlen sein werden, die ich in meinem Leben gesehen habe.

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