Hier stimmt was nicht.

Von Frauke

Wie der Titel schon sagt, stimmt hier einiges nicht.

Um auf eines dieser Probleme hinzuweisen, bitte ich dich genau zu lesen und genau nachzudenken. Denn je mehr Leute es verstehen, desto weniger Leute müssen Angst haben.

Vielleicht ist dir schon einmal aufgefallen, dass viele Leute in unserer Gesellschaft sich nicht frei entfalten können, weil sie es sich nicht trauen, dabei steht es doch sogar im Grundgesetz.

Es gibt viele Gründe dafür, doch ich will heute auf ein bestimmtes Thema aus: „Wahre Liebe hat kein Geschlecht“.

Vielleicht warst du schonmal verliebt. Dieses leichte Kribbeln und die Nervosität, welche die Person deiner Begierde hervorruft, wenn du sie auf dem Schulhof siehst oder eine Nachricht von ihr erhältst.

Der kleine Textabschnitt ist ganz bewusst genderneutral gehalten, denn Liebe hat kein Gender, oder?

Doch warum stecken wir uns dann in irgendwelche Schubladen?

Wer sagt, dass du Homo-, Hetero-, Bisexuell oder anderes bist?

Wer sagt, dass du ein bestimmtes Geschlecht bist?

Warum musst du eine Frau, ein Mann sein?

Warum muss man sich erst als Transfrau bekennen, um als Frau gesehen zu werden?

Wieso kannst du nicht einfach du selbst sein?

Du selbst? Warum kannst du nicht einfach sagen:“Ich hab mich in eine Person verliebt.“Es ist doch egal, um welches Geschlecht es sich bei der Person handelt, oder?

Ganz logisch nachgedacht, können wir selber ja nicht einmal etwas für unser „verliebt sein“. Es sind nur vom Körper abgesonderte Hormone, welche die Fortpflanzung antreiben sollen.

„Glückshormone oder Schmusehormone“ werden freigesetzt, wenn wir an diese Person denken oder sie sehen. Unser Körper spielt uns das alles eigentlich nur vor.

Auch, wenn viele Leute an die „wahre Liebe“ glauben, ist so wohl anders als in den ganzen Filmen/Büchern beschrieben.

Wahre Liebe muss man sich erarbeiten. Wissenschaftlich betrachtet, erlangt man wahre Liebe, indem man die 5. Phase einer Beziehung erreicht hat.

Phase 1 „Die rosarote Brille“

Diese Phase kennen die meisten, man fühlt sich wohl in der Nähe seines/r Partners/in, man will diese Person in seiner Nähe haben und sieht nur noch das Positive an ihr. Selbst die schlechten Eigenschaften erscheinen als positiv oder werden einfach vom „verliebt sein“ ausgeblendet.

Phase 2 „Eine Brille mit rosarotem Stich“

Die Hormone gehen zurück, was bei jedem Individuum anders verlaufen kann. Bei einigen dauert es 2 Monate bis das Verliebt sein aufhört, bei anderen 2 Jahre. Man nimmt die Person realistisch wahr, merkt wie sie wirklich ist und die verschwommene, homongesteuerte Sicht bröckelt. (Das ist die Phase, in der sich häufig getrennt wird, da dieses Gefühl vom „verliebt sein“ nicht mehr vorhanden ist.)

Phase 3 „Der Knackpunkt“

Die Hormone sind komplett weg. Die Aspekte die man vorher geliebt hat, werden die, welche man nun anfängt zu hassen. Man versteht nicht mehr, wie man sich überhaupt in diese Person verlieben konnte und ist eigentlich hauptsächlich am streiten. Es ist die schlimmste Phase und die Paare, welche die 2. Phase überstanden haben, werden es mit der 3. noch einmal richtig schwer haben. Durch gute Kommunikation kann man diese jedoch auch überstehen.

Phase 4 „Das Zusammenwachsen“

Das Paar beginnt sich gegenseitig zu akzeptieren, man lernt die Schwächen und Stärken beider Parteien zu schätzen und entwickelt sich einfach weiter. Nun kommt es darauf an, ob man sich an der Seite des Partners weiterentwickelt, oder nicht. Diese Phase kann wirklich lange dauern und in einer späten Ehe auch zur Scheidung führen, wenn man sich auf verschiedenen Wegen entwickelt.

Phase 5 „Die wahre Liebe“

Wenn man es geschafft hat bis hier zu gelangen, hat man die „wahre Liebe“ für sich und die geliebte Person geschaffen. Man kennt den anderen besser als sich selbst, man akzeptiert sich vollständig und man wächst und gedeiht zusammen.

Diese 5 Phasen sind absolut neutral, es kommt auf die zwei Individuen an, welche diesen Weg beschreiten wollen.

Da tut es doch nichts zur Sache, ob jemand mit einem Mann, einer Frau, einer Transperson, einer Lesbe, einem Schwulen, einem Intersexuellen oder einem Asexuellen diesen Weg wählt.

Hauptsache man ist glücklich, genauso wie der Partner.

Und genau dies ist die Sache, welche hier nicht stimmt. Und es liegt nicht an den Menschen die es verstehen, es liegt an den Menschen die es nicht verstehen und es auch nicht versuchen.

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