Blackfish – never capture what you can’t control

Es sind gigantische Wesen. Sie treiben durch die Weltmeere, in Gruppen von bis zu 60 Tieren. Haben ein deutlich stärkeres ausgeprägtes Sozialverhalten als wir Menschen. Die Lebenserwartung entspricht denen der Menschen und jede Gruppe spricht sogar ihre eigene Sprache. Die Rede ist von den Killerwalen, wie sie „liebevoll“ von uns genannt werden. Diese Tiere, die in freier Wildbahn noch nie einen Menschen getötet oder gar angegriffen haben. Und trotzdem verbinden wir sie mit grauenvollen Mördern.

Doch woran liegt das? Definitiv nicht daran, dass sie ihre Beute, wie zum Beispiel Robben oder Anderes, jagen. Es liegt an den Seaworld Centern. Vielen werden sie ein Begriff sein. Großartige und atemberaubende Shows. Wale die mit ihren Flossen winken, die euch nassspritzen und sich sogar am Ende verbeugen. Dann der Name Tilikum. Tilikum ist ein Bulle, der beispielsweise die erfahrene Trainerin Dawn Brancheau und einen Einbrecher tötete, aus heiterem Himmel, angeblich. Wie kann es sein, das ein Wal mit einem Mal bereit ist, zu töten? Die Wale werden als Jungtiere von ihren Müttern getrennt. Durch Treibnetze trennt man die Kleinen von ihren Müttern und fängt sie. Dabei steht die gesamte Familie der Jungen auf der anderen Seite und die Schreie, die sie dabei ausstoßen, sind nicht zu überhören und zerreißen jedem das Herz. Ein paar Wale verfangen sich bei dieser Trennung in den Netzen. Sie werden nach dem Fangen tot aus den Netzen geholt, aufgeschnitten mit Steinen befüllt und anschließend ins Meer geworfen wo sie dann versinken. All das um diese Schandtat zu vertuschen. Wenn man sich dann Videos zu dem Thema anschaut, fällt auf, dass alle Orcas der Seaworld Center eine umgeknickte Rückenflosse haben. Seid ihr dann bei einer Show wird euch erzählt, dass das ganz normal sei und und in der Freiheit genauso wäre. Ein Schwachsinn! In der Freiheit knickt die Rückenflosse bei weniger als 1% um. Es werden Lügen erzählt, um uns diese glanzvollen Shows schmackhaft zu machen. Zum Beispiel, dass die Wale im Durchschnitt 35 Jahre alt in werden. In den Seaworld Centern heißt es: „Bei uns können die Wale sogar länger leben als in der Freiheit, da sie hier medizinische Versorgung erhalten.“ Auch könnte man denken: „Aber immerhin sind sie ja nicht alleine.“ Sie sind nicht alleine, stimmt, aber stellt euch vor, ihr werdet eingesperrt, zwar mit anderen, aber ihr sprecht alle unterschiedliche Sprachen. Nachts müsst ihr für viele Stunden in eine kleine Hütte wo ihr alle aneinander stoßt, weil es viel zu klein ist. Und das alles nur, damit wir bespaßt werden? Es sind bereits vor ein paar Jahren schon circa 70 Angriffe auf Trainer verzeichnet worden. Ausschließlich in Seaworld Centern. Die Wale entwickeln Psychosen, so starke Psychosen, dass sie keinen Ausweg mehr sehen, außer zu töten. Und all das ist unsere Schuld! Es ist unsere Schuld, dass diese Jungtiere ihren Eltern entrissen werden. Es ist unsere Schuld, dass diese Trainer dem Tode nur knapp entkommen sind. Und es ist unsere Schuld, dass Manche mit ihrem Leben bezahlt haben.

Denn wir sind es, die Orcas zu Killerwalen machen.


Wiebke ist freie Redakteurin im Gedächtnispalast. Während politische Themen nicht so ihr Ding sind, ist sie umso besser darin, über Dinge zu schreiben, die ihr wirklich am Herzen liegen.


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