Woher kommt der Black Friday?

Jeden Freitag nach Thanksgiving: Massen schieben sich durch Geschäfte. Shopping Malls sind überfüllt. Server brechen zusammen. Es ist Black Friday. Im Herkunftsland des Black Friday, den USA, wurden allein $90,14 Milliarden ausgegeben. Der durchschnittliche Mann gibt $626.44 aus, die Frau im Durchschnitt $342.50. Überrascht? Wo statistisch die Frau normalerweise ausgiebiger shoppt, ist am Black Friday die Statistik umgekehrt. Generation X ist am spendabelsten.

Über die Entstehung des Black Friday und dessen Namen gibt es viele Geschichten und Gerüchte. Ich selbst habe mir nie über die Geschichte oder eine der wilden Theorien Gedanken gemacht, doch hier ist es ein wirkliches Diskussionsthema. 

Wie mein Black Friday und meine Thanksgiving Celebrations verlaufen sind, berichte ich hier in meinem Blog! 

Der am weitesten verbreiteten Geschichte zufolge wurde der Gebrauch des Begriffs „Black Friday“ das erste mal offiziell 1870 verzeichnet. Nachdem im September 1869 der Amerikanische Goldmarkt, und mit ihm fast die ganze Wirtschaft, den Bach hinunter ging, lief es nicht gut. Nach einem Jahr im roten Minus strömten die Menschen am Freitag nach Thanksgiving endlich wieder in die Geschäfte und gaben Geld, vor allem für Angebote in den Schaufenstern der amerikanischen Läden, aus. Die rote Zahlen schreibenden Geschäfte, und mit ihnen der Markt, schrieben wieder schwarze Zahlen. Dies ist eine Geschichte um die Geschichte des Black Friday.

Obwohl sie realistisch ist, gibt es auch ganz andere Vermutungen zur Herkunft des Freitags nach Thanksgiving. Um das Jahr 1800, in den noch relativ jungen Vereinigten Staaten ist Sklaverei, vor allem in den Südstaaten, noch gang und gebe. Eine Theorie besagt, dass am Freitag nach Thanksgiving die reichen Sklavenbesitzer des Südens einen Markt mit Sklaven, „die im Preis reduziert waren“ veranstaltet haben.

Ist der fröhlich bunte Shopping Tag also auf einen Sklavenhandel zurückzuführen? Die Theorie hat bei einigen bereits zum Boykott des Black Friday geführt, obwohl sie bisher nicht auf handfesten Beweisen ruht. 

Die Theorie mit dem vermutlich meisten Wahrheitsgehalt nimmt ihren Uhrsprung in Philadelphia. Jeden Samstag nach Thanksgiving findet in der Stadt ein großes Army vs Navy Footballspiel statt. Der Begriff „Black Friday“ wurde demzufolge von der Polizei in der Großstadt erfunden, um die chaotische Lage nach den Feierlichkeiten zu beschreiben. Um sich auf das Footballspiel vorzubereiten, strömten am Tag zuvor dutzende Menschen in die Läden, was Dieben eine große Chance bot, unterzutauchen in der Masse. Der Polizei in Philadelphia, die damit beauftragt war, für Ordnung an diesem Chaostag zu sorgen, bereitete die Situation Kopfschmerzen. Am Abend krönten die eh schon aufgeladene Situation dann zwei Thanksgiving Paraden, die, gut besucht, durch die ganze Stadt zogen. In den späten 80er Jahren wurde die Geschichte des Begriffs „Black Friday“ größtenteils vergessen. Den Geschäften gelang es, den Begriff zu positivieren, nicht länger dachten die Menschen an die eher düstere Geschichte in Philadelphia. In heutigen Umfragen geben 80% der Amerikaner an, von den Angeboten um und am „Black Friday“ gebrauch zu machen. Die Tradition des Shopping hat also vermutlich Fuß gefasst, der Black Friday ist und bleibt ein Spektakel, und dass, obwohl am Vorweihnachtsabend noch mehr eingekauft wird… 

Die erste Macey’s Thanksgiving Parade in Philadelphia. 

Bildquelle Thumbnail: finance.yahoo.com

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