2018 im Gedächtnispalast: Milestones (Part 2/2)

Jonas hat bereits begonnen, das Jahr 2018 an uns allen vorbeiziehen zu lassen. Es ist wohl nicht übertrieben, wenn ich dieses 2018 das erfolgreichste Jahr im Gedächtnispalast nenne. Nun ja, es ist auch bisher das einzige, aber egal, lasst uns fortfahren.

Nach Jonas‘ Essay über Nordkoreas Strategien im multilateralen Konkurs folgte Moritz mit einem gefühlvollen Text über sein „Skizzenblock Leben„. Ich setzte am 29. Mai einen neuen Akzent mit meinem Artikel über Hypes in der Jugendkultur und warum sie diese zerstören.

Mit ihrem kämpferischen Artikel über das Quälen von Orcas, Killerwale oder Schwertwale zeigte Wiebke als angehende Veterinärmedizinerin, dass ihr das Thema wirklich am Herzen liegt. Wiebke schaffte es erstklassig, ihre Botschaft emotional und trotzdem sachlich zu transportieren.

Schurti startete in den Juni und schrieb den letzten Text vor der Sommerpause.

SOMMERPAUSE


Frauke wünscht sich ein Leben ohne Kommentare, das beschrieb sie in ihrem Aufruf dazu, jeden mehr das Leben leben zu lassen, was derjenige für richtig hält.

Schurti hörte ein antifaschistisches Kampflied im Radio – und schrieb einen bombigen Artikel dazu.

Im September war dann ein großer Schritt für einen so kleinen Jonas getan: Der Admin und Mitbegründer des Gedächtnispalastes flog in die USA, nach Michigan, wo er zur Stunde immer noch im Auslandsjahr verweilt. Während er bis Juni 2019 unser Auslandskorrespondent in Übersee sein wird, betreue ich unseren wilden Haufen von Creators vom Boden der Tatsachen, wo die Welt noch in Ordnung ist, wo (noch) die Merkelraute der blonden Hamsterföhnwelle in Washington D.C. vorherrscht – ein Glück!

Dieser so kleine Jonas knüpfte direkt an – mit seinem Kurztrip nach „MoTown“. In diesem Text erzählte er über seine Fahrt durch die Stadt Detroit, die wir als Bildungsbürger vielleicht nur aus Theodor Fontanes „John Maynard“ kennen.


Kurz darauf platzte mir, wegen der Ereignisse von Chemnitz, der Kragen. Also beschloss ich, einen Kommentar zum Geschehen zu schreiben, der sich an Boshaftigkeit und Spott nicht überbieten ließ. Bin ich auch stolz drauf, ätsch

Nicht länger auf der Stelle stehen bleiben, damit die Welt den Schlüssel zu den Ketten findet und sich nicht vergraben gehen muss.

Thies in „Die Welt kann sich vergraben gehen

Nachdem Schurti mit seinen Texten über die E-Auto-Firma Sono Motors und diesen einen, ganz besonderen Abend Erfolge feierte, beehrte uns MARIE, eine unglaubliche junge Frau mit einem Zeichentalent, das sich gewaschen hat, mit ihrem GP-Debüt: Einem Text über den großen Traum, der Enge Mecklenburgs zu entfliehen und eine neue Heimat zu finden – am liebsten an der Küste Italiens oder in Island. Damit bewies sie auch, dass ihr auch das Schreiben liegt. Willkommen!

Ich möchte Silvester mit Dragqueens feiern und mich am nächsten Tag an alles erinnern. Ich möchte im eisigen Wasser in Island stehen und den Horizont anschreien. Ich möchte meinen Horizont erweitern.

Marie in „Überall, nur nicht hier!

Kurz danach feierte MELANIE ebenfalls ihre persönliche Premiere: Mit ihrem Text „Von einem neuen Zuhause und vertrauten Orten“ lieferte sie einen Ausblick auf ihre sehr persönlichen Berichte über ihre Ausbildung in der Krankenpflege.

Wenn man nicht aufpasst, postet unser Evergreen und Aushängeschild Schurti so viele Beiträge, dass man selbst als derjenige, der die gesamte Seite erstellt hat, Gefahr läuft, nicht mehr automatisch der Autor des Monats zu werden. Skandal im Sperrbezirk! Das war auch am Ende des Septembers beinahe der Fall: Im Dreierpack erschienen die Texte „Geld„, „Herzfeinmechanik“ und „Elon Musk gibt sich geschlagen„. Auf Instagram missbrauchte Moritz seine Follower, um sie als Guerilla-Truppe gegen mich in den Kampf zu führen, einfach, indem er zu Klickzahlen ausschließlich auf seinen eigenen Beiträgen aufrief.

Okay, wenn du Krieg willst bekommst du Krieg!! Ich habe jetzt 4 Tassen Kaffee in mir und bin zu allem bereit.

Schurti an Thies in der GP-Creators-WhatsApp-Gruppe

Nicht mal Morddrohungen für mich blieben aus, also beschloss ich, dem Zwergenaufstand des M. P. Schurt ein Ende zu setzen – ein für alle Mal! Ich kochte ebenfalls eine große Kanne Kaffee und mein Artikel über Palmöl in Nutella ging, bescheiden gesagt, durch die Decke und wurde der zweiterfolgreichste Beitrag aller Zeiten. Darin hielt ich eine Kampfrede gegen die Palmölkonzerne Südostasiens und wie Nutella deren Verbrechen unterstützt. So habe ich nicht nur die Welt ein bisschen verbessert, sondern auch mir selbst zum Autor des Monats September verholfen. Also alles wie eh und je. Hach, schön.

Jonas meldete sich schließlich auch mal wieder zu Wort: Er begann den Oktober mit einem grandiosen, wohlrecherchierten Artikel, einem investigativen Essay über die kryptischen Botschaften des wohl größten Interneträtsels aller Zeiten: Cicada 3301.

3301

von Jonas

Das Jahr nahm seinen Lauf: Wiebke schrieb über das Problem, herablassend behandelt zu werden, Schurti lieferte uns wunderschöne Poesie, Frauke erzählte über den Herzschlag, den die Liebe verursacht.


Schließlich fand NIELS, der undercover unter dem Pseudonym „frietogo“ arbeitet, ebenfalls den Weg durch die Tore des Gedächtnispalastes. Er debütierte am 10. Oktober mit „Unbekannte Welt – Game of Thrones Ausstellung“. In diesem Text geht es um eine Ausstellung über Westeros, die bald auch Premiere in Europa feiert.

Schurti zelebrierte seinen fünfzehnten Geburtstag bei uns im Gedächtnispalast am 17. Oktober. Er sprach in „Staffel 15“ über die Höhen und Tiefen des vergangenen Lebensjahres und auch über Hoffnungen für das kommende. Wir gratulierten ihm herzlich und tun es gerne noch einmal, nachträglich. Alles Gute, lieber Schurti!

Staffel 15
von Schurti

Melanie schrieb im Oktober über den Glanz von früher, Moritz legte nach mit seinem kontroversen wie spannenden Artikel über Pornos (Ihr werdet euch vorstellen können, dass dieses Thema auch teamintern für viel Furore gesorgt hat ;D) und dankte Angela Merkel (völlig satirefrei!) für eine wunderbare Arbeit als CDU-Vorsitzende.


Der November begann: Jonas teilte seine Erfahrungen mit Spammails, Melanie eine neue Folge „Was ist eigentlich?“ als sie uns erklärte, was es eigentlich bedeutet, in der Krankenpflege zu arbeiten.

Ein weiteres Debüt kündigte sich an: LAURA hatte sich, nach eifrigen Überredungen Jonas‘, Schurtis und meinerseits, ebenfalls in die heiligen Hallen des Gedächtnispalastes führen lassen. Auf Instagram war sie bis zuletzt durch grandiose Fotografien aufgefallen, die sie nun auch endlich dem Gedächtnispalast beisteuern würde. Und, Überraschung (oder auch nicht): Das Mädchen schreibt ja auch noch klasse Texte! Dabei kommt sie ja aus Bayern! (Die vorangegangene Textzeile wurde wegen Rassismusvorwürfen aus dem Artikel gestrichen). Ihren ersten Beitrag veröffentlichte Laura unter dem Titel „Blaue Augen“.

Blaue Augen

von Laura

Schurti schrieb einen seiner beliebten Sachtexte, als er brühwarm über die „Gelbwesten“ in Frankreich berichtete (Anmerkung: Wenn es Gelbwesten gibt, gibt es dann auch Gelbosten?).

Die Neuste im Team der Creator ist MARIA, die auf Instagram auf @gedankengutheidelberg als M. bereits gefühlvolle Texte schreibt. Ende November postete sie erstmalig einen Text.

Schurti begann im Dezember schließlich eine Reihe, die er 2019 weiterführen wird. Es begann mit der Geschichte um Adrian Doherty, einem gescheiterten Fußballer. Jonas erklärte uns, woher der Black Friday eigentlich kommt. Moritz sah ein Theaterstück, was er prompt rezensierte und auch Laura und Maria ließen sich nicht lange bitten und veröffentlichten weitere Beiträge. So ging das Jahr zuende.


2018 war voll. Und groß. Und einfach wunderbar! Es war das Geburtsjahr vom Gedächtnispalast, der schnell zu etwas herangewachsen ist, was so viel größer ist als das, was Jonas und ich uns damals, vor gut einem Jahr, in einer Bahn der ODEG (Ostdeutsche Eisenbahngesellschaft) gemeinsam überlegt haben. Wir beschlossen, eine Bühne zu bauen für all die Künstler, Schreiberlinge, Kreativen dort draußen. Was wir letztendlich erschufen war ein ganzes Theater, bestehend aus einer Gruppe junger Menschen. Wir errichteten einen Palast, den jeder betreten kann, mit endlosen Gängen. Doch dieses Kapitel ist noch lange nicht zuende geschrieben: 2019 soll ein Jahr werden, in dem sich auch bei uns viel bewegen wird: Lasst euch überraschen!

Abschließend bleibt uns nur noch der Dank an euch, liebe Leser. Ihr habt dafür gesorgt, dass wir uns immer wieder aufgerafft haben, dieses große Projekt zu verwirklichen. Danke!

Und weil ich so gut erzogen bin und das alles hier ja irgendwie meine Schnapsidee war: Danke an mein bombastisches Team. Dank an: Moritz, Wiebke, Frauke, Marie, Maria, Melanie, Niels, Laura, Lukas, Kiki und Jonas, (ich kann es auch nicht ändern) meinen besten Freund.

In diesem Sinne wünsche ich euch und Ihnen ein frohes neues Jahr und weise Sie darauf hin, dass Sie sich mit Lesen dieser Worte verpflichten, jeden Beitrag im Gedächtnispalast zu lesen und zu liken.

Es grüßt herzlichst

Thies, Mitbegründer und CEO der Gedächtnispalast GmbH

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