Buchrezension: Die Bücherdiebin

„Eine kurze Bemerkung am Rande: Ihr werdet sterben.“

Mit diesen Worten wird man vom Tod höchstpersönlich begrüßt, schlägt man den Roman „Die Bücherdiebin“ von Markus Zusak auf. Es wird die Geschichte der kleinen Liesel Meminger erzählt, welche zu Zeiten des Zweiten Weltkrieges in eine Pflegefamilie geschickt wird. Auf dem Weg zu ihrer neuen Familie begegnet sie der Gestalt des Todes. Dieser schließt das Mädchen in sein Herz – denn ja, „selbst der Tod hat ein Herz.“ In seiner witzigen und doch ernsthaften Art schildert der Tod, wie Liesel zur Bücherdiebin wird. Er begleitet sie auf ihrem Weg, erzählt uns von ihr als einen bunten Lichtpunkt, den er in dem ansonsten grauen Europa des Zweiten Weltkrieges erblickt. Dabei findet Markus Zusak die richtige Balance zwischen der Schilderung der schönen Dinge zu dieser Zeit und der grausamen Realität des Krieges. Mit dem Tod als Erzähler wird dessen Sicht auf den Krieg ermöglicht:

„In all den Jahren habe ich so viele junge Männer gesehen, die der Meinung waren, auf andere junge Männer zuzulaufen. Aber das stimmt nicht. Sie alle liefen mir zu.“

Doch nicht nur der Krieg wird thematisiert, auch an die Macht der Sprache wird erinnert. Was Propaganda bewirken kann. Aber auch, was die Schönheit der Poesie bewirken kann und wie Liesel diese Welt der Worte entdeckt.

Ein einzigartiges Buch, das ich euch nur empfehlen kann: „Die Bücherdiebin“ von Markus Zusak (Aus dem Englischen, Originaltitel: „The book thief“)


Laura hat bisher mit gefühlvollen Texten zu selbstgemachten Fotografien überzeugt – heute stellt sie ein Buch vor, das sie gelesen hat.


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