Glühendes Erwachen

Meistens saß sie einfach am Fenster, den Blick sehnsuchtsvoll in der Ferne.
Man sah es ihr von außen nicht an, der ruhige Ausdruck in ihrem Gesicht verriet nichts von den Schöpfungen, die in ihrem Kopf passierten.
Hinter ihrer glatten Stirn erwachte alles zu neuem Leben, sie erschuf alternative Welten, so besonders, so anders, so magisch, so ganz und gar ihr Eigenes.

Dort war sie jemand, strahlte in vollem Glanze, blühte auf wie die erste Blüte im Frühjahr, die sich unter dem warmen Kuss der Sonne vollkommen zeigt.
Meistens saß sie am Fenster, den Blick sehnsuchtsvoll in der Ferne, doch heute zogen sie die Farben des Himmels in den Bann. Das liebliche Gelb, der letzte Gruß der Sonne, das warme Orange, das wie Flammen eines nie endenden Feuers seine Schlieren durch den immer dunkler werdenden Himmel zieht.

Dieser Augenblick zog sie magisch an, entfachte in ihr einen starken Funken und als sie da so saß, an ihrem Fenster, da dachte sie bei sich: „Der Himmel verbrennt jeden Abend aufs Neue, doch nach einer heilsamen Nacht blüht er jeden Morgen in strahlendem Blau.“
Meistens saß sie am Fenster, den Blick sehnsuchtsvoll in der Ferne, und als der Himmel in Flammen stand, ging in ihrer Seele ein Inferno auf.


Maria zieht schon eine Weile eine breite Leserschaft auf Instagram mit ihren gefühlvollen Texten in ihren Bann, seit einiger Zeit tut sie das auch im Gedächtnispalast.

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