Und wieder grüßt das Nazitier

Chemnitz, eine Stadt, die wie keine andere in Ostdeutschland für eine radikale und extreme Rechte Szene steht. Wurde bereits vergangenen Sommer ins Kreuzfeuer der Medien genommen, nach dem es aufgrund eines Mordens zu pogromartigen Ausschreitung in der Stadt, die als Tor zum Erzgebirge gilt, gekommen ist.
Damals zogen tausende bekennende Neo-Nazis, Faschisten, Rassisten und Rechte durch die Stadt.
Doch nun scheint es wieder einmal für die Stadt, die doch gerade als geläutert galt, ordentlich Lärm aus der ganz rechten Ecke zu geben.

Der Chemnitzer FC, letztes Jahr aus der 3. Fußball Bundesliga abgestiegen und kickt nun in der Kreisliga Nordost, absolvierte vergangenes Wochenede ein Spiel gegen die Herren Mannschaft der VSG Altglienicke. Bis hier hin klingt die Ausgangsituation nach einem normalen Spieltag. Doch was macht diesen Tag für den Chemnitzer FC so unvergesslichen?
In der selbe Woche verstarb ein sehr aktiver Fan des Clubs. Thomas Haller aka. Tommy. Ein Mann der für seine Arbeit in der Fanszene bekannt gewesen ist, erliegt also seiner Krebserkrankung. Daraus lässt sich die logische Schlussfolgerung ziehen, dass die Fans und auch der Club dem Spiel den Beigeschmack von Trauer geben werden.
Gewaltig, glorifizierend und fast heilig sprechend hat man Haller seine letzte Ehre erwiesen. Doch hier kommt der Knackpunkt.
Tommy war kein normaler Ultra, oder ein normaler sehr aktiver Fan, nein er war ein bekannter und bekennender Neo-Nazi. Stadionsprecher, Vereinsleitung und Organisatoren dieser Trauerveranstalltung sind vollkommen gescheitert. Der Stadionsprecher hielt eine heroische Rede auf den Verstorbene. Während der Schweigeminute zündete man diverse Pyro. In der Südkurve war ein weißes Kreuz zu sehen und man gedenkte dem toten Tommy mit einen „Ruhe in Frieden Tommy“ Banner. Als der Rekordstürmer des Chemnitzer FC’s Daniel Frahn, das zwischenzeitliche 3:2 erzielte, wurde ihm ein Shirt von einem Betreuer überreicht. Vor der Fankurve posierte er mit dem T-Shirt. Es trug die Aufschrift „Support your local hools“. Mit aller Wahrscheinlichkeit stammt das Shirt aus der rechten Szene und wurde dort auch gedruckt.
Aus all diesen Faktoren summierte sich, dass einige Personen der Leitungsebene zurückgetreten sind und Sponsoren absprangen.
Aber warum wieder Chemnitz? Diese Frage ist ganz einfach zu beantworten. Der Stadt Chemnitz mangelt es an Konsequenz. Die extreme rechte Szene des CFC’s war schon lange bekannt und wurde billigend geduldet. Die Stadt hat dem Verein beim Neubau des Stadions größtenteils finanziell die Möglichkeit gegeben überhaupt weiter zu bestehen. Das Problem ist folgendes. Der Verein wird von vielen Mitgliedern der Stadt verhätschelt. Frei nach dem Motto, Ist ja cool einen Fußballverein zu haben. Aber eben nicht, wenn der Verein Neo-Nazi-Strukturen Raum gibt. Viele deutsche Clubs setzen sich genau gegen sowas ein. Der Sportclub Freiburg und die Eintracht Frankfurt sind da gute Beispiele, wie man sich professionell verhält und ein klares Zeichen gegen Rassismus und Nationallismus setzen kann. Man muss härter gegen Fehlverhalten dieser hart vorgehen. Nicht nur die Mannschaft mit einem Spruch auf dem Trikot auflaufen lassen, oder so tun als wäre man bunt und kultiviert und weltoffen. Es bringt nichts die Probleme verdecken zu wollen, man muss die Wurzel des Gifts ausreißen und verbrennen.
Wie wärs mit einer Finanzierungsstopp, oder knallharten Stadionverboten?

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